27.08.2016 – 15.09.2016

18.09.2016

Donnerstag, 15.09.2016

Morgen wird es ernst. Vorbei mit dem WG-Leben!

Heute bin ich wieder am Schreiben, da ich gestern nicht fertig geworden bin… Heute werden wir noch ein paar Vorbereitungen treffen und dann früh ins Bett, damit wir morgen früh starten können. Mir wird der Abschied echt schwer fallen. Gerade auch das knuffige Reden von Ben, wo man einfach ein bisschen lachen muss. Er spricht super gut deutsch, haut aber dann ab und an die Endung „la“ an ein Wort.

 

Mittwoch, 14.09.2016

Ein paar Stunden schreiben!

Wir haben heute mal schön ausgeschlafen. Das tat gut. Gestern war es doch echt sehr anstrengend. Jetzt tippe ich den halben Tag, um euch endlich auf den neuesten Stand zu bringen. Durch die letzte Woche bin ich zu nichts gekommen. Wir werden heute noch an den Strand gehen, um uns noch mal zu entspannen. Dann noch schön grillen und dann ist auch bald vorbei mit dem Luxus.

 

Dienstag, 13.09.2016

Einer muss doch mal passen …

Heute sind wir echt früh aufgestanden. Wir brauchen ja endlich den perfekten Sattel für unseren süßen Brando. Also haben wir ihn mit dem Hänger wieder über die Grenze gebracht, um ihn zu einem Großhandel für Pferde zu bringen. Am Telefon wurde uns von eben diesem Großhandel versichert, dass sie eine große Auswahl an Sättel haben und uns fachlich beraten können. Laura stellte uns ihren Anhänger zur Verfügung und Kerstin ihr Auto. Wahnsinn, was wir wieder für tolle Menschen kennen gelernt haben, die uns einfach so helfen. Leider bestand die „große Auswahl“ aus zwei Sätteln, die aber absolut nicht passten. Auch der uns am Telefon zugesagte Sattler war nur ein Verkäufer. Da standen wir nun. Haben uns die Mühe gemacht, mit Pferd eine Stunde umherzufahren und nichts kam dabei heraus. Wir vier Mädels recherchierten dann aber alle und fanden zwei Sättel zum privaten Verkauf auf dem Rückweg. Wir riefen an und hatten das Glück, eine sehr freundliche junge Frau am Hörer zu haben. Sie nahm sich sofort Zeit und maß uns ihren Sattel aus. „Die Maße könnten passen“, also hin da. Dort angekommen wurden wir herzlichst aufgenommen und auch die freundliche Frau kannte die Problematik mit Sätteln. Ich (Deborah) war echt schon sehr enttäuscht nach der vorangegangenen Situation und hatte dann doch keine Lust mehr, wieder einen Sattel zu kaufen, bei dem für uns nicht eindeutig zu sehen ist, dass er perfekt passt. Es musste also ein Fachmann her. Die zwei Damen halfen uns sofort und überlegten, wie sie uns weiter helfen können. Wie der Zufall es so wollte, war die eine Dame ebenfalls Wanderreiterin und verstand unser Problem ganz genau. Durch die beiden bekamen wir dann den Kontakt zu Herrn Kissel. Kerstin rief ihn sofort an und schilderte ihm unser Problem. Er war sofort hilfsbereit und meinte, er kann uns sehr gerne helfen und er hat auch einige Sättel da, die in Frage kommen könnten. Also fuhren wir zu ihm hin. Alleine sein Satz am Telefon: „Wir werden uns aber keinen Sattel schön reden, entweder einer passt, oder eben nicht“, ließ mich entspannter werden und ich fühlte, dass der Mann Ahnung hat. Dort angekommen stand „Robert Redfort“ von dem Film „Der Pferdeflüsterer“ vor uns. Voll toll! Ein richtiger Cowboy, wie man ihn sich vorstellt. Und er hatte soooo eine liebe und entspannte Ausstrahlung. Wir mussten uns erinnern, unsere Münder wieder zu schließen, nachdem wir sahen wie er in 5 min Brando beruhigen konnte. Brando war nämlich durch die Trennung von seiner Herde ein wenig gestresst. Herr Kissel holte sofort vier Sättel heraus und erklärte uns die wichtigsten Sachen. Wir konnten es echt auf Anhieb verstehen und nachvollziehen. Er war sehr interessiert an unsere Tour und zog den Hut vor uns. Er sponserte uns noch einen Bauchgurt, Knotenhalfter, ein Sitzfell, eine Satteldecke und kam uns mit dem Preis auch noch mega entgegen, sodass uns echt die Tränen in den Augen standen. Wir sind immer wieder überrascht, wie sehr uns wildfremde Menschen helfen. Obwohl der Tag mit einer riesen riesen Flaute begann bei dem Großhändler, nahm der Tag noch ein rührendes Ende. Es zeigt uns immer mehr, dass wir genau den richtigen Weg eingeschlagen haben. Abends wurden wir wieder mit super leckerem Essen verwöhnt. Hier bei Laura und Ben untergekommen zu sein ist einfach der pure Wahnsinn. Die Mutter von Laura hat vorzügliche Salate zum Grillen gemacht, sodass wir pappensatt und fix und fertig ins Bett fielen.

 

Montag, 12.09.2016

Entspanntes WG-Leben auf Laura´s Ranch

Gut, eins hab ich gelernt nach nur 10 Stunden in Frankreich: Fang nicht an, mit einem Franzosen einen zu trinken. Oweih, das war ein bisschen zu viel^^. Also haben wir erst einmal so lange es ging ausgeschlafen und uns dann ganz langsam zum Frühstückstisch begeben wo wir nur beschämt da saßen *haha*. Nach dem Kater-Frühstück ging es mit leicht vernebeltem Kopf ans Überlegen, wie wir das Sattelproblem lösen können. Kerstin rief bei einem Großhändler für Pferdesachen an.  Wir hatten große Hoffnung. Also stand der Plan: Morgen geht es mit Brando zum Laden, wo auch ein Sattler sein soll. Den restlichen Tag haben wir dann ein bisschen entspannt, den Stall ausgemistet und leckere Lasagne gekocht. Die Arbeiten wurden aufgeteilt, sodass wir alle schnell fertig waren. Auch waren wir heute beim französischen Tierarzt, der Layka begutachtete und mir erklärte, wie das mit den Listenhunden in Frankreich ist. Sie bekam einen Stempel in ihren Ausweis, dass sie vorstellig war, ihr Chip wurde ausgelesen und mir wurde gesagt, dass sie in Frankreich immer einen Maulkorb am Halsband tragen muss. Somit war die ganze Aufregung der letzten Tage völlig umsonst gewesen. Wir alle harmonieren echt super gut miteinander. Es ist schon irgendwie traurig, dass es bald wieder weiter geht. Abends saßen wir noch entspannt bei zwei Shisha (Wasserpfeifen) zusammen draußen. Gute Nacht, ihr Lieben!

 

Sonntag, 11.09.2016

Die Mitreiter

Heute sind wir ganz entspannt aufgestanden, da wir wussten, dass wir kein Gepäck mittransportieren müssen. Simone war so lieb und fuhr es uns nach. Solch eine Hilfe ist echt Gold wert. Die Wege waren herrlich. Naturboden, auf dem wir mal wieder richtig schön mal galoppieren konnten. Es war ein Traum. Kurz vor der französischen Grenze sind uns Laura und Kerstin mit ihren Pferden entgegengekommen. Dann sind wir zu viert geritten, was echt wundervoll war. Layka fand es prima, mal richtig mitzuflitzen-sie denkt eh schon teilweise, sie wäre ein Pferd. Auch ist es schön, dass das Thema wegen der Einreise geklärt ist. Nach guten sechs Stunden auf dem Pferd waren wir wieder froh anzukommen. Wir waren sowieso ganz aufgeregt. Endlich sind wir in Frankreich und haben dazu auch wieder so tolle Menschen kennengelernt. Auf den Hof von Laura waren wir schon sehr gespannt. Als wir ankamen waren wir mega begeistert. So ein toller Hof, das Haus ein Traum. Der Stall, super schön gemacht mit riesigem Paddock dran. Auch der Außenbereich überwältigte uns. Wir versorgten unsere Pferde, sie bekamen eine erfrischende Dusche und sie durften sich dann mit feinstem Sand panieren. Danach ging es dann gleich auf die zwei Hektar große Wiese. Die Pferde waren super glücklich und wir auch. Puh, war das aber auch alles wieder anstrengend. Zum Glück müssen wir heute aber kein Zelt aufbauen. Der Tag sollte noch lang werden, super lustig und schön. Simone und Lena, die uns ja schon so lieb in Hatzenbühl aufgenommen haben, kamen mit unserem Gepäck vorbei und wir gingen alle gemeinsam in großer Runde ins Restaurant. Die für uns erste französische Küche ausprobieren hieß es nun. Oooh war das lecker! Wir aßen Flammkuchen. Es standen die verschiedensten zur Auswahl auf unserem langen Tisch. Einer war leckerer als der andere. Und wir stießen an, auf die neu geschlossene deutsch-französische Freundschaft. Danach ging es noch in den Garten, wo ich mit einer Shisha (Wasserpfeife) überrascht wurde. Der Freund von Laura, Ben, hatte die verschiedensten Tabaksorten da und zwei tolle Shishas. Ich war im Himmel 🙂 .

Ankunft: Schleithal

Durchschnitt: 6,4 km/h

35 km/Tag

 

Samstag, 10.09.2016

Fleischkäs = Leberkäse

Heute waren wir wieder sehr früh auf. Franzi, unsere Sattlerin hat nur noch diesen Tag für uns Zeit. Zum Glück sind zwei Pferde perfekt in Schuss, nur Brando macht uns wieder ein paar Sorgen. Laura hat uns extra einen Sattel mitgebracht, in der Hoffnung, dass er passt. Doch leider passte er nicht. Kein Sattel passt optimal 🙁 Aber Laura und Kerstin, zu denen wir morgen reiten, haben noch ein paar Ideen. Simone und ihre Familie fuhr mit uns zum Strand, um das schöne Wetter zu genießen. War das ein schöner Strand, ein Traum. Dort genossen wir einfach mal das Nichtstun. Im Anschluss wurden wir zum Fleischkäs essen bei Lena eingeladen. Wir hatten wieder einen super schönen Abend gehabt.

 

Freitag, 09.09.2016

Arbeitsteilung

Um heute alles unter ein Dach zu bekommen, hieß es sich aufzuteilen. Julia blieb in Hatzenbühl und half dem Schmied vor Ort. Simone und ich (Deborah) sind zum Schlichtenhof gefahren, um unser Gepäck abzuholen. Auch nach Mannheim ging es, um meine Brille abzuholen. Ich musste sie vor ein paar Tagen abgeben, um neue Gläser zu bekommen, da sie zu sehr verkratzt waren. In diesem Brillengeschäft war ein super lieber Herr, der mir mein Brillengestell, was auch schon sehr gelitten hatte, wieder komplett neu machte (gesponsert). Einfach weil er unsere Reise so toll findet. Wir trafen uns nach allen Erledigungen wieder auf dem Hof der Schmitts. Dort misteten wir die riesige Koppel ab und warteten auf die Sattlerin. Der Familienbetrieb der Schmitts ist echt klasse. Die Pferde und wir fühlten uns auf Anhieb pudelwohl. Auch der super tolle Aktivstall war sehr interessant. Mit Franzi ( Sattlerin) begutachteten wir alle Sättel, um nach der körperlichen Veränderung jeden Pferdes eine fachmännische Auskunft zu bekommen. Der jugoslawische Militär-Packsattel passt super gut und es muss nichts daran gemacht werden. Der Sattel von Terri ist auch optimal und passt auch auf Rehatyno. Somit haben wir jetzt auch das Go, wenn wir die Sättel wechseln. Nur der Sattel für Brando ist keine Dauerlösung. Nach so einer Nachricht kam das super organisierte Abendprogramm von Simone genau richtig. Erst ging es zu Lena zum leckeren Grillen und danach wurden wir zu einer deutschen Dorfparty mit Liveband eingeladen. Für mich war es das erste Mal auf einer Dorfparty. Wow, war das toll! „Alive“ ist eine super tolle Band. Wir hatten echt mega viel Spaß, gute Musik und tolle Menschen um uns herum. Alles war einfach perfekt! Danke für den tollen Abend. Am Ende fielen wir nur noch fix und fertig ins Bett.

 

Donnerstag, 08.09.2016

Das ultimative Ergebnis

Was so ein Post bei Facebook bringen kann ist echt kaum zu glauben. Ich hatte vor ein paar Tagen (am 05.09.2016) einen Post wegen Layka gestartet, in dem ich um Hilfe gebeten habe, was die Sache mit den Listenhunden in Frankreich angeht. Mich haben einige Kommentare echt getroffen. Doch die positiven Resultate und auch Kommentare waren unglaublich. So lernten wir unsere ersten Kontakte für die Zeit kurz vor Frankreich kennen und auch für die erste Zeit in Frankreich. Wir wurden jeweils herzlichst eingeladen, vorbeizukommen. Und nicht nur Unterkunft, sondern auch 100%-ige Hilfe sollten uns erwarten. Simone half uns, den Kontakt zu den Schmitts herzustellen. Auch bat sie uns an, unser Gepäck abzuholen, sodass wir heute komplett ohne Ausrüstung reiten konnten. Das Klima hat sich seit dem Überqueren des Rheins so verändert, dass wir regelmäßig sehr, sehr heiße Tage vor uns hatten. Die herrlichen Waldwege spendeten uns allerdings eine angenehme Kühle und Schatten. Wir konnten einige Male ordentliche Strecken traben, was uns allen sehr viel Spaß machte. Es ging gut voran. Nach acht Stunden im Sattel kamen wir endlich beim Stall der Schmitts an. Dort bekamen wir eine riesengroße Wiese für die Pferde und wurden herzlich aufgenommen. Man sah es uns an, dass wir fix und fertig waren, den Pferden nicht. Wir sind morgens nicht wirklich früh losgekommen, demnach war es schon recht spät. Simone, die uns schon kurz vor ihrem Stall entgegengekommen ist, nahm uns mit zu ihrer Freundin Lena. Sie hatte Geburtstag und prompt bekamen wir wieder super leckeren Kuchen in die Hand gedrückt. Danach ging es wieder zu Simone, wo ihre Mutter schon gespannt auf uns wartete. Sie verwöhnte uns mit leckeren Nudeln mit Bolognese-Sauce. Sie freute sich wahnsinnig uns helfen zu können, denn sie kannte es selbst zu gut, lang mit dem Pferd unterwegs zu sein. Sie war vor Kurzem erst von ihrem „Rucksack-Abenteuer“ zurück. Drei Wochen Canada, wir ziehen den Hut. Nach dem Essen fielen uns die Augen schon vor Erschöpfung zu, darum ging es nach einer schnellen Dusche ab ins Bett. Es war unser erstes Bett seit Langem wieder, total toll. Gute Nacht.

Ankunft: Hatzenbühl

Durchschnitt: 6,3 km/h

47,5 km/Tag

 

Mittwoch, 07.09.2016

Ein Ruhetag muss auch mal sein

Wir haben uns und unseren Vierbeinern einen Ruhetag gegönnt. Das muss auch mal sein. Ich meine, die letzten Tage waren wieder sehr anstrengend. Alleine die Pfälzer zu verstehen, war ein großes Abenteuer für uns 🙂 . Auch das ganze Hin und Her mit Layka. Aber morgen geht es weiter und zum Glück hat es geklappt, dass wir den Hof der Schmitts ansteuern dürfen. Ein Hufschmied und auch eine Sattlerin erwarten uns vor Ort. Also haben wir einfach den Tag mit den ganzen lieben Leuten auf dem Schlichthof genossen.

 

Dienstag, 06.09.2016

Gefüllte Zucchini, Pfälzer Zeitung und ein Post, der für Aufruhr sorgte

Oweih, nun steht man doch schon so in der Öffentlichkeit, dass man wirklich aufpassen muss, was man sagt. Die Klicks des Posts bei Facebook von gestern stiegen stündlich und er wurde immer wieder geteilt. Da blieben natürlich nicht nur positive Reaktionen unter dem Post. Wir gingen auf jedes Kommentar ein und überprüften jeden Einwand. Wie es weiter gehen sollte war am Morgen nicht so klar. Nur, dass wir so lange in Deutschland bleiben, bis geklärt ist, ob Layka nun ohne Probleme durch Frankreich reisen darf. 25.000 Menschen sahen den Beitrag bezüglich Layka und glücklicher Weise wurden so auch Laura, Simone und Kerstin auf uns aufmerksam. Sie sahen ab von sinnlosen Kommentaren und halfen uns sofort mit sinnvollen Ratschlägen und Ideen, wie wir das alles klären können. Zum Mittag wurden wir zum leckeren Essen eingeladen. Gefüllte Zucchini gab es, super klasse. Dann kam die Pfälzer Presse und wollte alles von uns wissen und es wurden auch wieder tolle Fotos gemacht. Der Hausherr vom Schlichtenhof ließ seine Kontakte spielen. Am Abend kam noch die Tierärztin vorbei und checkte unser Pferde durch. Sie gab uns das Go, durch Frankreich reiten zu können. Desweiteren waren wir dann noch ein wenig mit ein paar Jungs aus dem Dorf unterwegs und machten Lagerfeuer. Das war wirklich ein toller Abschluss für den Tag.

 

Montag, 05.09.2016

Die 500er Marke der Abonnenten ist geknackt!

Es ist echt unglaublich, wie viele Menschen unsere Tour nun schon verfolgen. Ohne euch alle würden wir das nicht schaffen. Wir bedanken uns auch hier wieder bei euch allen für eure unermüdliche Unterstützung, egal in welcher Richtung.

Durch den benötigten Ruhetag von gestern waren wir sehr motiviert, voranzukommen und starteten somit sehr gut. Da wir seit ca. sieben Tagen ziemlich auf uns gestellt waren und demnach keine Steckdose zum Laden unserer Handys hatten, war uns klar, dass heute mal etwas angesteuert werden muss, wo wir ein bisschen Strom abzapfen können. Auch waren unsere Klamotten langsam durch. Und eine erfrischende Dusche war auch sehr verlockend. Nach ca. 17 km war es dann vorbei mit Strom und die Navigation war aus. Wir wussten nur, dass wir auf eine kleine Stadt zusteuerten, die ,,Mutterstadt“ hieß. Als geborene Berlinerin war mir klar, in ,,Mutterstadt“ muss es cool sein. Und wirklich, ich konnte es kaum glauben, ritten wir durch die Miniatur ,,Mutterstadt“ und entdeckten eine Shishabar. Dort fragten wir, ob es einen Hof oder eine Wiese in der Nähe gibt, die wir für unsere Pferde benutzen dürften. Uns war klar, dort müssen wir uns abends eine Shisha gönnen. Issa half uns gerne und erklärte uns den Weg zum Schlichthof. Dort sollen wir unser Glück versuchen. Und das war der perfekte Tipp. Wir wurden sofort aufgenommen und alle waren so unglaublich freundlich zu uns. Eine Wiese, Heu und Kraftfutter wurden uns sofort zur Verfügung gestellt. Nach dem Abladen und Aufbauen wurden wir zum Abendessen eingeladen und wir durften die Dusche benutzen. Unsere Wäsche wurde sofort gewaschen und wir durften uns einfach mal bemuttern lassen, was herrlich war. Abends holten uns dann Issa und Tony ab und ich kam zu meiner langersehnten Shisha, juhu. Es wurde ein sehr netter und entspannter Abend.

Ankunft: Schlichtenhof Mutterstadt

Durchschnitt: 4,2 km/h

20,7 km

 

Sonntag, 04.09.2016

Regen, Regen, Regen = gezwungener Ruhetag

Unsere Gastgeber hörten nicht auf uns zu verwöhnen und wir frühstückten gemeinsam. Danach mussten sie wieder los. Weil es dann ziemlich doll anfing zu regnen machten wir uns es im Zelt gemütlich und schliefen den Tag durch.

 

Samstag, 03.09.2016

Besuch aus Bayern & unser erster Promi

Heute hatten wir einen super schönen Weg am Rhein. Wir konnten dadurch echt viele Kilometer machen. Als wir gerade los geritten sind kamen zwei ältere Leute auf uns zu und freuten sich uns zu sehen. Denn sie hatten uns schon einen Tag zuvor in der Nähe gesehen und fanden toll, was wir machen. Sie steckten uns in unsere Spendenbox etwas Geld herein und meinten, wir sollen unbedingt weiter machen. Wir waren überwältigt. Eine große Stadt lag nun auf unserem Weg, nämlich Worms. Dort wurden wir begeistert beobachtet und viele an denen wir vorbei ritten waren interessiert daran, was wir machen. Mitten auf der Straße wurden wir dann von zwei jungen Männern angesprochen, ob wir nicht etwas zum Trinken haben möchten. Das war so lieb, da es echt sehr warm war. Die Pferde bekamen Wasser und wir ein großes Glas, was in der Pfalz auch Dubbeglas genannt wird mit Trinken. Diese Gläser sind so groß wie Blumenvasen. Sie halfen uns dann auch noch mit dem Weg aus. Dann ging es wieder näher an den Rhein heran. Ein paar Meter weiter sahen wir von Weitem ein komplett bedrucktes Auto. Wir waren total aus dem Häuschen. Es war das Auto vom ,,Hundeprofi Holger Schüler“, den ich schon oft im Fernsehen gesehen habe. Der pure Wahnsinn! Und auf einmal kommt er höchstpersönlich auf uns zu. Unser erste Promi und dann auch noch Er. Er ist noch viel sympathischer, als er im Fernsehen eh schon wirkt. Layka war sofort verliebt in ihn. Das war eine super tolle Begegnung. Man war ich aber stolz auf Layka, als sie sich von ihrer besten Seite zeigte. Er war auch sehr begeistert von Layka. Und er erzählte uns auch, dass er damals auch Wanderritte gemacht hat und sprach uns seinen Respekt aus. Wir tauschten unsere Visitenkarten aus. Layka bekam viele Hundeleckerlies und wir bekamen zusätzlich noch eine Spende von ihm. Vielen Dank Dir nochmal, Holger! Es hat uns sehr gefreut! Wir mussten dann leider weiter, weil wir ja noch Besuch bekommen sollten. Wir wollten unseren Gäste ja schließlich ein schönes Nachtquartier bieten, das vorbereitet werden musste. Nach acht Stunden im Sattel fanden wir den dafür perfekt geeigneten Ort auch. Wir bauten alles auf und dann kam auch schon unser Besuch, sie waren extra angereist aus Bayern. Vor ein paar Tagen haben sie uns angeschrieben und uns gefragt, ob sie uns mal besuchen dürfen. Matthias und Janette brachten den puren Luxus mit. Einen Grill, Getränke, Salate und Süßigkeiten. Sogar Holz für ein Lagerfeuer war mit dabei. Wir hatten einen super schönen Abend am Lagerfeuer und genossen es, mal Besuch zu haben. Wir schliefen beim Lagerfeuer ein und wachten nur auf, weil uns es dann irgendwann zu kalt wurde.

Ankunft: Frankenthal

Durchschnitt: 4,3 km/h

35 km/Tag

 

Freitag, 02.09.2016

Ein Privatstrand? Da bleiben war doch einen Tag länger

Dieser schöne Platz am Rhein wollte uns einfach nicht gehen lassen. So beschlossen wir am Morgen doch noch einen Tag länger zu bleiben. Dann ging es nach dem Frühstück auch gleich an unseren ganz privaten Strand, voll toll. Essen bekamen wir beim Imbiss, welchen wir gestern, nachdem wir die Fähre verließen, entdeckt haben. Sonne wurde getankt und Energie aufgeladen.

 

Donnerstag, 01.09.2016

Über den Rhein mit der Fähre

Wir waren alle sehr motiviert, weil uns erzählt wurde, dass wenn wir über den Rhein sind, es dort schöner ist. Leider war es echt sehr kalt am Morgen und unsere Laune war dezent im Keller, weil wir heute einen Fehler beim Beladen gemacht haben und somit das Packpferd zweimal beladen mussten. Das war echt blöd. Dann wurden wir alle auch noch ziemlich doll von einem Wassersprinkler erschrocken, sodass die Pferde einen Satz machten und das Gepäck bei Brando verrutschte. Das hieß dann absitzen und alles wieder festmachen. Sowas hält halt ziemlich auf. Die Wege waren trotzdem heute sehr gut und wir kamen zur Fähre. Dort zogen wir den Pferden Socken an, damit sie auf dem Metallboden nicht ausrutschten. Keiner der Pferde kannte Fähren (unseres Wissens nach) und dennoch vertrauten sie uns blind. Die Überfahrt dauerte nur vier Minuten und dann hatten wir es auch schon geschafft. Auf der anderen Seite des Rheins angekommen war ein kleiner Imbiss mit einer sehr netten Dame. Sie war völlig begeistert von uns und half uns mit den Pferden. Dort tranken wir dann auch Kaffee und einen Tee, auch ein Eis musste mal sein. Die Pferde und der Hund wurden von der Dame sehr verwöhnt. Alle bekamen Obst und Gemüse, Trinken und Schmuseeinheiten. Sie schickte uns dann einen kleinen Weg entlang und meinte, dass wir dort eine schöne Wiese auffinden werden. Sie hatte recht und wir kamen an einen schönen Platz zum Lager aufschlagen. Ein Traum wurde wahr. Ein ganz privater Strand direkt an einer wunderschönen Wiese für die Pferde. Wir nutzten das schöne Wetter in vollen Zügen aus und gingen dann anschließend schlafen.

Ankunft: Gemsheim

Durchschnitt: 4,3km/h

18,1 km/Tag

 

Mittwoch, 31.08.2016

Ein bescheidener Tag

Es fing alles vielversprechend an, doch es änderte sich leider viel zu schnell wieder. Anstatt schöner, schattiger Waldwege erwarteten uns  nun nur noch sonnige Feldwege. Das schlaucht ganz schön. Darum wollten wir auch schon nach drei Stunden ein Lager finden. Doch leider gab es weit und breit keine saftigen Wiesen mehr. Schotter und loser Sand erschwerten das Vorankommen. Auch der Staub, der durch die Pferde aufgewirbelt wurde machte es nicht besser. Irgendwann fanden wir dann einen Hof mit Koppeln und beschlossen zu fragen, ob wir bleiben dürfen. Die Dame war sehr freundlich und wollte uns gleich helfen. Sie meinte, dass sie selbst kaum mehr eine schöne Wiese hat momentan und uns deswegen nur eine bescheidene Wiese anbieten könne. Das war für uns aber natürlich besser als nichts. Etwas später kam sie nochmal und schenkte uns einen halben Sack Hafer. Wir durften uns am Gartenschlauch waschen, was nach dem ganzen Staub und der Wärme echt gut tat. Abends gab es bei uns dann Bratstulle und gedünstetes Gemüse. Unterwegs sind wir nämlich an einem Zucchini-Feld vorbei geritten und haben dort ausgemusterte Zucchinis mitgenommen. Morgen geht es auf die Fähre, da uns ein Freund aus Berlin (Stephan) hilfreiche Infos gegeben hat, wann und wie wir mit der Fähre über den Rhein kommen mit den Pferden.

Ankunft: Tannenhof

Durchschnitt: 4,2 km/h

20 km/Tag

 

Dienstag, 30.08.2016

Ein schlimmer Tag!

Autobahnen, Eisenbahngleise ohne Über- oder Unterführungen, Flüsse ohne Brücken und Wälder, die komplett eingezäunt sind und nur ein kleines Tor als Durchgang haben. Schlimmer ging es echt nicht mehr. Wir hatten mittlerweile locker zehn Kilometer Umweg einbüßen müssen, das haut echt rein. Dann hatten wir endlich einen Weg gefunden, der eine sehr kleine Unterführung mit leichten Treppen hatte. Unsere Tiere machten es wunderbar. Als wir dann an einem Imbiss vorbeikamen setzte sich Layka am Ende einer Menschenschlange hin und demonstrierte damit, dass sie Wasser möchte. Es sah so süß aus, wie sie wartete bis sie dran war und dann mit ihrem Blick zeigte, dass sie etwas trinken möchte. Sie bekam es dann natürlich sofort serviert, die Maus. Nach diesem „schlimmen“ Tag musste etwas Gutes kommen und zum Glück war es auch so der Fall. Wir fanden eine super schöne saftige Wiese für die Pferde. Dort bauten wir nur noch schnell alles auf, aßen, gingen schlafen und hofften, es wird morgen besser.

Ankunft: Mörfelden

Durchschnitt: 4,3 km/h

30 km/Tag

 

Montag, 29.08.2016

Polo Gestüt Nied

Nach langer Pause ging es weiter. Der Weg war besprochen und sollte echt schön werden. Leider sollten wir vom Gegenteil überzeugt werden. Die erste Brücke machte uns einen Strich durch die Rechnung. Sie war zu tief: nur 1,70 m, dort konnten wir mit den Pferden nicht durch also hieß es einen Umweg zu machen. Lena gab uns den Tipp, nach Nied zu reiten, wo Georg ein großes Gestüt besitzt. Da wir sehr früh los sind hatten wir noch einen schönen sonnigen Tag, als wir ankamen. Wir durften unser Nachtlager im Stall aufbauen und hatten wenig zu tun, zum Glück. Georg lud uns zum Essen ein. Auch erfuhr er, dass wir von Spenden leben und auf Werbung angewiesen sind. Da lies er prompt seine Kontakte spielen und die Frankfurter Presse stand innerhalb zwei Stunden vor uns und interviewte uns mit Fotos und allem was dazu gehört. Wir fühlten uns wie kleine Promis. Auf dem Hof gab es einen Eisladen, der nur zwanzig Meter von unserem Schlafplatz entfernt war. Das war eine Verführung sag ich euch. Da wurden so ein, zwei Eis schnabuliert.

Ankunft: Nied

Durchschnitt: 4,4 km/h

12,2 km/Tag

 

Sonntag, 28.08.2016

Es muss weiter gehen!

Gestern war es mal wieder sehr anstrengend aber auch sehr erfolgreich. Daher war heute nur entspannen und alles einpacken angesagt. Auch wollten wir früh schlafen gehen, da wir morgen um 05:00 Uhr losreiten möchten. Der Dusche mussten wir heute auch noch auf Wiedersehen sagen, das tat schon ein wenig weh. Der Abschied von Lena fiel uns auch echt schwer.

 

Samstag, 27.08.2016

Wir konnten Kinder glücklich machen!

Heute hieß es Werbung machen und unsere Essenskasse etwas aufbessern. Also ging es nach dem Sonnen mit den drei Pferden in die Stadt. Dort war ein kleines Straßenfest, bei dem wir uns untermischten. Wir breiteten uns auf einer Wiese aus und fingen an, den Menschen zu erzählen, was wir machen. Auch boten wir für eine Spende an, Kinder auf den Pferden zu führen. Das kam sehr gut an und somit hatten wir wieder genug Geld für die nächsten zwei Wochen, wir brauchen ja nicht sonderlich viel. Der ganze Trubel machte uns alle echt fertig. Wir achteten aber natürlich zu jeder Zeit auf die Reaktionen unserer Pferde und beendeten das Ganze dann auch nach nicht all zu langer Zeit. Wir freuten uns auf die Dusche bei Lena. Heute Abend wollten wir uns mal das Nachtleben von Frankfurt am Main anschauen. Also ritten wir in den Stall, um die Pferde fertig zu machen und wollten dann nur schnell zu Lena mit den geliehenen Fahrrädern fahren, um uns frisch zu machen. Und dann fällt uns auf, dass wir den Schlüssel für das Fahrradschloss in Lenas Auto vergessen hatten. Die Räder waren im Stall angeschlossen und wir konnten sie also nicht nutzen. Was für ein Chaos, zu Fuß zu Lena ist es doch schon ein Stück. Unsere Akkus waren dann natürlich auch noch leer. Also fragten wir einen Busfahrer, ob er uns mitnimmt und uns sagen kann, wie wir „nach Hause“ kommen. Wir hatten Glück und trafen einen sehr netten Busfahrer an. Er half uns und wollte auch nicht, dass wir etwas zahlen. Dann stellte er uns auch noch zwei junge Männer vor, die uns dann weiterhalfen. Die beiden waren sehr freundlich und wir verstanden uns sofort. Sie fragten uns, ob sie uns ein bisschen das Nachtleben zeigen dürfen. So hatten wir dann unsere Stadtführer gefunden. Voll cool, der Abend war echt toll. Gute Nacht Leute.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht weiter

28.08.2016

Freitag, 26.08.2016          

Der Kopf raucht

Ich (Deborah) schreibe nun seit drei Stunden an diesen Beiträgen, um euch alle schön bildhaft und interessant auf den neuesten Stand zu bringen. Julia ist währenddessen die ganze Zeit am Plakat gestalten.

 

Donnerstag, 25.08.2016          

Fahrradtour durch Frankfurt

Puh, ist das warm. 20 km per Fahrrad durch die City, einfach mal Frankfurt anschauen. Wir brauchten ein paar neue Sachen, wie Bundeswehrdecken für die Pferde, da die beiden Kerle ja jetzt Militärsättel haben und solch ein Westernpad echt nicht das Wahre darunter ist. Auch brauchten wir Plakatmaterial, damit wir uns am Samstag mal mit den Tieren in die Stadt begeben können, um Werbung zu machen.

 

Mittwoch, 24.08.2016          

Nein, in Frankfurt ist nicht wieder Pause angesagt. Es heißt Vorbereitungen treffen und Werbung machen

Wir machen nicht wieder Pause. Wir nutzen diese tolle Unterkunft dafür, um uns für Frankreich vorzubereiten. Und wir müssen unbedingt Werbung machen, da wir ja auf eure Spenden angewiesen sind. Also hieß es heute Pads der Pferde , Wäsche und Ausrüstung waschen. Und natürlich ein wenig entspannen, da es ja auch mega heiß ist. Die Pferde wurden auch geduscht. Lena hatte Geburtstag und wir haben zusammen gegessen und noch lange gequatscht.

 

Dienstag, 23.08.2016          

Ab zu Lena! Aus 20 km wurden einfach mal 27 km

Kurz nach dem Sonnenaufgang ging es los. Kaum zu glauben, da Julia und ich ja doch ganz schön die verschlafenen Typen sind. Doch leider ging es echt blöd los. Gleich der erste Weg war nicht so pferdetauglich. Es ging weiter mit einem Umweg von 7 Kilometern. Wir hatten ein Kombination aus Fluss ohne Brücke, Autobahn ohne Unter- oder Überführung und dann noch Bahngleise. Das war echt purer Stress am Morgen. Dann ging es endlich ein bisschen voran. Doch wieder mit Hindernis. „Elsa“ hat uns wirklich durch eine Gartensiedlung auf einem Berg geschickt. Enge Gassen und eine brütende Sonne erwarteten uns. Die Nerven lagen blank. Aber die Tiere meisterten das auch wieder mit Bravour. Kurz bevor wir Lena erreichten dann wieder ein Problem. Ein umgestürzter Baum versperrte uns den Weg, aber auch das schafften wir. Endlich angekommen waren wir alle fix und fertig, aber Lena ist einfach der Wahnsinn. Sie wusste gleich, wie sie uns helfen kann und wir machten schnell die Pferde fertig. Dann brachte sie uns zu sich nach Hause. Sie zeigte uns alles und ließ uns erst einmal ankommen. Das ist so viel wert nach solch einem anstrengenden Tag. Wir fühlten uns gleich wie Zuhause. Alt wurden wir auch nicht mehr.

Ankunft: Heddernheim bei Frankfurt

Durchschnitt: 8,5 km/h

27 km/Tag

 

Montag, 22.08.2016          

Naturkinderland Erlenhof

Eileen hat ein sehr schönes Konzept für ihr „Naturkinderland Erlenhof“  ausgearbeitet und wir sind super glücklich, dass wir uns das alles hautnah anschauen konnten. Die Kids waren auch sehr aufgeregt auf uns. Sie fanden es sehr interessant und wollten alles von uns wissen. Wie wir uns Essen machen, ob wir schon Wildtiere gesehen haben und und und. Die Pferde fanden den Trubel total toll und ließen sich streicheln. Auch Layka ging in ihrer Rolle total auf. Sie machte für jedes Kind ein Kunststück und wir waren sehr stolz auf sie. Die Bilder zeigen ganz klar wie sehr Layka Kinder liebt. Alle durften sie streicheln und ihr Leckerlies geben. Doch es war nun leider auch wieder Zeit loszukommen. Wir verabschiedeten uns und freuten uns, dass wir so tolle Menschen kennen lernen durften. Das Wetter war sehr wechselhaft. Die Tiere waren sehr zügig und der Weg war so gut, dass wir echt viele Kilometer schafften. Wir hatten ein wenig Schwierigkeiten, ein Lager zu finden, aber dann ging es ganz gut und wir schliefen schnell ein. Da es am nächsten Tag sehr heiß werden sollte, wussten wir, dass wir um 03:30 Uhr in der Nacht loslegen müssen.

Ankunft: Erbstadt

Durchschnitt: 5,5 km/h

18,7 km/Tag

 

20.08.216 – 21.08.2016          

Einfach mal gammeln

Völlig ausgeschlafen und nach einem leckeren Frühstück ging es wieder ab ins Strohbett ^^. Nur am Abend rafften wir uns auf und duschten und kultivierten uns wieder, da wir zum Geburtstag von Eileens Freund eingeladen wurden. Uns erwartete super leckeres Essen und eine nette Gesellschaft.

Am nächsten Morgen haben wir wieder ausgeschlafen und euch alle ein bisschen auf den neuesten Stand gebracht. Verzeiht uns, dass es ab und an ein bisschen dauert. Man ist einfach fix und fertig bei solch einer Tour.

 

Freitag, 19.08.2016          

Doch schon bei Eileen

Durch unseren Zeitungsartikel in Göttingen wurden uns super lieb tolle Quartiere angeboten. Wir sind so dankbar dafür, doch leider können wir nicht alle annehmen. Doch zwei von diesen Angeboten lagen genau auf unserem Weg und haben sich sehr interessant angehört. So kamen wir bei Eileen unter. Wir wollten die letzten 30 Kilometer auf zwei Tage aufteilen, doch als wir bei 15 Kilometern angekommen waren, fanden wir kein gutes Lager. Darum entschlossen wir uns weiter zu reiten. Immerhin waren ja zwei Tage Pause in Aussicht. Die Pferde schafften es super und auch Layka schaffte die Strecke erstaunlich gut. Kaum zu glauben, wie schnell wir wieder in Form kommen. Eileen hat uns erwartet und hat uns eine ganze Scheune zur Verfügung gestellt. Auch hat sie uns einen fast kompletten Hausstand hingestellt. Wir richteten uns echt toll dort ein und genossen den Abend mit Eileen sehr. Das Strohbett stellte sich als super bequem heraus.

 

Donnerstag, 18.08.2016          

Eine nette ältere Dame

Wir hatten wieder prima Wetter, was echt schön war. Die Tiere wie auch wir waren sehr gut drauf. Da unsere Vorräte leer waren gingen wir einkaufen, was super funktionierte. Wir fielen natürlich sehr auf mit den Pferden auf dem Parkplatz und wir hatten gleich neue Fans getroffen. Von denen haben wir was kleines zum Naschen wie auch eine Spende erhalten, was sehr lieb war. Dankeschön an dieser Stelle. Danach ging es weiter und wir hatten einen tollen Weg über einen schönen Berg, wo wir eine tolle Aussicht genießen konnten (Hoherodskopf). Wir sind nun seit mehreren Tagen relativ stetig bergauf gegangen und waren dann auf einer Höhe von 700 Metern. Oben angekommen genossen wir ein kaltes Eis. Elsa, unser Navi, hatte uns leider über die Seilbahn schicken wollen. Das geht ja wohl schlecht mit den Tieren, also mussten wir einen Umweg machen. Dann fanden wir eine Waldsiedlung, die super süß gelegen ist. Dort waren leider kaum Menschen und wir dachten, wir müssen doch noch weiter. Doch dann fanden wir eine nette Dame (Else), die uns herzlich in ihren Garten aufnahm. Wir durften uns duschen und wurden mit Tee und Kaffee versorgt. Auch hatten wir Glück und bekamen wieder Decken. Am nächsten Morgen hat die Nachbarin von Else uns Brötchen geschmiert und von uns viele Fotos gemacht. Sie fanden es echt mutig und interessant, was wir machen.

 

Dienstag – Mittwoch, 16.08.2016 – 17.08.2016          

Einfach zu schön, um keine Pause zu machen

Es war echt sehr warm doch durch den ganzen Weg, der durch den Wald ging, war es auszuhalten. Wir sind erst sehr spät los. Um 11:30 Uhr sind wir aufgestanden, das muss auch mal sein. Es schlaucht doch ganz schön, nach vier Wochen Pause. Wir haben ein sehr schönes Plätzchen gefunden, mit ein Tümpel in der Mitte. Die Pferde hatten eine mega gigantische Koppel. Sie nutzten sie voll aus und tollten herum, rasten im gestreckten Galopp hin und her und buckelten alle zusammen herum. Wir lernten dort Claudia kennen. Sie versorgte uns mit leckerem Essen und half uns mit unserem Sattelproblem. Brando ist für den ersten Sattel zu kräftig geworden, darum brauchten wir ein Neuen. Nun hat er einen Militär-Wander-Sattel. Man,der sieht er super aus.

Ankunft: Rebgeshain

Durchschnitt: 5,1 km/h

17,8 km/Tag

 

Montag, 15.08.2016          

Große Wiese, Lagerfeuer und netter Besuch

Das Wetter war echt super und wir beritten nur Waldwege, ein Traum. Nur als Elsa (so haben wir unser Navi getauft) der Meinung war uns Querfeldein zuschicken, mussten wir kämpfen, um voran zu kommen. Heute schafften wir nicht so viel, da wir eine super schöne Wiese am Waldrand gefunden haben und uns dachten: „Hier wollen wir bleiben“. Da der eine Bundeswehrsoldat ( Silas) uns noch einmal besuchen wollte, konnten wir nur auf einer Wiese bleiben wo kein Fluss war. Silas brachte uns aber Wasser, Toilettenpapier und Oriokekse mit. Wir machten es uns echt super bequem. Lagerfeuer und Stockbrot, was will man mehr . Und dann bekamen wir noch ein krasses Kompliment von Silas, der Ausbilder beim Bund ist. Dass wir mehr Survival machen, als sie beim Bund machen. Das ging runter wie Butter.

Ankunft: Reuters am Waldrand

Durchschnitt: 4,9 km/h

13,9 km/Tag

 

Sonntag, 14.08.2016          

Stolzes Ergebnis

Trotz so langer Pause im Juli sind wir echt wieder gut unterwegs und sind super stolz auf unsere Tiere und uns. Übermüdet und mit dezent schlechter Laune ging es weiter. Und obwohl wir so müde waren schafften wir gute 16 Kilometer, schlugen unser Lager auf und schliefen gleich ein .

Ankunft: Lingelbach

Durchschnitt: 5,4 km/h

 

Samstag, 13.08.2016          

Wie ein Abend den Tag rettet

Heute ging es weiter. Johanna verwöhnte uns wieder mit Tee und Kaffee und half uns, die Pferde zu beladen. Wieder beritten wir viele Berge. Zum Glück wird es ab Frankfurt wieder besser. Durch den starken Regen war der Boden im Wald leider so sehr matschig, dass die Pferde bis über ihre Fesseln versunken. Und naja, warum sollte mal alles ohne Probleme verlaufen. Es soll ja nicht langweilig werden. Terri hat vorne links das Eisen verloren. Also war heute nicht so viel drin an Kilometern. Wir machten uns neben einer Bullenherde breit. Die Pferde fanden es super. Wir waren sehr früh fertig mit allem und sonnten uns noch zwei Stunden bis der Hufschmied Axel uns erneut besuchte und uns Terris Huf wieder fit machte. Uns brachte er leckeren Räucherfisch mit. Man war der gut. Wasser für die Pferde und uns brachte er auch noch mit. Wie der Zufall es so wollte, war genau heute in dem Dorf ein See- und Lichtfest. Also nutzten wir das, um mal wieder unter Menschen zu kommen. Dort gönnten wir uns leckeres Bauerneis und frisch gezapftes Bier. Wir wurden von ein paar netten Bundeswehrsoldaten eingeladen. Es war echt schön und wir wurden mit in die Kaserne geschleust. Es war sehr aufregend das Ganze mal zu sehen. Die haben ein entspanntes Leben dort 😀 . Wir spielten Billard, lachten, schauten einen Film auf der Leinwand und machten die Nacht durch. Morgens wurden wir wieder zu unseren Pferde gebracht und machten uns ohne Schlaf wieder auf den Weg.

Ankunft: Oberaula

Durchschnitt: 4,8 km/h

13,1 Km/Tag

 

Freitag, 12.08.2016          

Es hört nicht auf zu regnen

Da es nicht aufhörte zu regnen entschlossen wir den Tag dort auf dieser riesigen Wiese zu verweilen. Johanna unterstütze uns auch hier wieder und man kann mittlerweile schon von einer Freundschaft reden, die wir nicht mehr missen wollen. Wir verbrachten den Tag bei Johanna. Dusche, W-Lan und super leckere Nudeln mit Tomatensoße inklusive.

 

Donnerstag, 11.08.2016          

Zu kalt für den Sommer, was ist da los?!

Heute haben wir echt die verschiedensten Wege gehabt. Von gut bis sehr schlecht. Für die Pferde war es sehr anstrengend, da es in der Gegend echt bergisch ist. Das Wetter war dafür für die Tiere sehr angenehm frisch. Nach 12 Kilometern waren die Tiere dann doch ganz schön fertig. Wir trafen einen sehr netten Mann, der uns ohne zu zögern seine Wiese am Bach sofort anbot. Wir durften es großflächig umzäunen und den Tiere sah man die Freude über die frische Wiese an. Johanna hat uns gegen Mittag abgeholt und ist mit uns einkaufen gefahren. Außerdem hat sie uns auch Decken und einen Grill ausgeliehen. Ich (Deborah) habe nämlich sehr gefroren, denn die vergangenen Nächte in der Stadt haben mich wieder zum Weichei werden lassen.

Ein schöner Grillabend, gesponsert von uns, war unser Dank an den Hufschmied Axel. Dieser hat unseren Pferden nämlich die Hufe wieder schön gemacht und das komplett unentgeltlich. So verbrachten wir einen entspannten Abend in netter Atmosphäre mit Leckerem Essen. Leider regnete es den ganzen Abend, sodass unser Zelt sehr klamm und kalt war.

Ankunft: Knüllwald

 

Mittwoch, 10.08.2016       

Endlich geht es weiter. Die Pferde und der Hund sind untrainiert und wir schauen mal, wie weit wir es schaffen. Stolze 13,7 Kilometer sind es heute geworden. Es war echt anstrengend nach vier Wochen Pause wieder weiterzureiten. Aber unsere Tiere waren motiviert und machten es wie alte Profis. Mit unserer neuen App „Komoot“ haben wir eine tolle Navigation erhalten. Nur Wald- und Wiesenwege den ganzen Tag *TOP*. Das Wetter war für den Start sehr gut für die Tiere, uns war ein bisschen kalt aber das ist okay. Mitten im Wald fanden wir unser erstes Lager. Johanna erkannte uns. Sie hat von uns in der Zeitung gelesen. Wir durften für die Pferde eine große Wiese abstecken. Es war echt super schön dort und einfach perfekt um abzuschalten. Wir hatten unser Zelt auf einen Berg aufgestellt und die Position sah gar nicht so schräg aus, wie sie dann letztlich war und demnach kullerten wir immer in die eine Ecke des Zeltes *lach*. Das war eine Rutschpartie. Johanna und ihr Vater brachten uns am Morgen Kaffee und Tee, was für ein Luxus.

Ankunft: Aschenberg

Durchschnitt: 5,2 km/h

Die vier Wochen Pause

06.08.2016 – 09.08.2016

Vorbereitung auf die Tour

Ich war so hin und her gerissen. Ich fühlte mich erleichtert, dass wir auch die Beerdigung geschafft haben und auch freute ich mich auf mein Team und meine Reise. Aber ich hatte auch ein ganz schlechtes Gewissen, meine Schwester alleine zu lassen. Dana wollte aber, dass ich an meinem Traum festhalte und sie möchte sich nie dafür Vorwürfe machen, dass ich nicht weiter gemacht habe. Unsere Mutter versprach so lange zu bleiben, wie Dana sie braucht. Okay, also gab es für Julia die erleichternde Nachricht von mir, dass ich zurück komme und es weiter geht. Also habe ich mir eine Mitfahrgelegenheit organisiert und dann ging es zurück in Richtung Kassel. Die Verabschiedung war schlimm, doch die Freude war auch riesig auf mein Team. Morgen geht es weiter Leute.

 

05.08.2016

Der schönste Abschied, den es geben kann

Wir waren alle in gelb gekleidet. Keiner sollte in schwarz kommen, es sollte keine Trauerbeerdigung werden. Eine Naturbestattung der besonderen Art. Das wurde es auch. Es war so wunderbar gemacht, wir hatten solch ein Glück, auf so eine tolle Bestatterin zu treffen. Ich danke ihr so sehr, dass sie alles gegeben hat und für meine Schwester und meinen Schwager alles so gestaltet hat, wie sie es haben wollten. Wir standen alle um den Platz herum, wo wir die Urne zu den starken Wurzeln der Eiche gelassen haben. Überall waren gelbe Blumen und Abschiedsbriefe. Jeder durfte gelbe Rosenblätter auf die Urne legen. Wir machten einen Kreis um sein Grab und hielten uns alle an den Händen. Wir trauerten zusammen. Es wurde für Kilian eine ganz eigene Geschichte geschrieben und vorgetragen von einer lieben und guten Freundin, die zur Familie gehört. Jeder durfte etwas sagen, wenn er wollte. Dann ließen wir gelbe Luftballons mit Sprüchen in den Himmel steigen. Ich war so glücklich, dass wir das alles so schön gestalten konnten. Danke an Anika!

 

 

26.07.2016 – 04.08.2016

Vorbereitung für die Beerdigung

Die beiden waren so tapfer und entschieden sich, den kleinen Kilian unter einer Eiche in einem Friedwald beizusetzen. Wir haben unsere ganz eigenen Rituale für unsere Trauer gefunden und machten einen schönen Tag daraus, den Natursarg zu bemalen und dem Kleinen ein schönes Bettchen zu schaffen. Dana und Alex fanden Trost in unserer Unterstützung und Anteilnahme. Und ich war glücklich zu sehen, dass die beiden das zusammen schaffen und machte mir viele Gedanken, wie es weiter gehen sollte.

Nicht zu vergessen ist ja, dass Julia nun schon gute drei Wochen auf mich wartete. Sie musste sich um alle Tiere kümmern. Und die Wiesen gingen ihr langsam aus. Doch Julia verstand es natürlich, dass ich für meine Familie da sein musste.

Also musste ich mit meiner Schwester reden, denn ich habe Verantwortung für meine Tiere und ich musste schauen, wie unsere Reise weiter gehen soll. Für mich war klar, sollte meine Schwester wollen, dass ich bleibe, dass ich das tun würde. Dana wollte davon nichts hören, dass ich meinen Traum aufgebe. Sie würde mich nur bei der Beerdigung bei sich haben wollen.

 

Geliebter Kilian wir werden dich immer lieben und nie vergessen!!! <3

 

19.07.2016 – 25.07.2016

Die Trauerwoche

Diese Woche ist kaum zu beschreiben… Traurigkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und pures Entsetzen plagten uns rund um die Uhr.

 

18.07.2016

Der schlimmste Tag meines Lebens

Der Tag fing gut an, meine Mutter und ich waren sehr früh schon im Krankenhaus. Wir durften alle zu dem Kleinen und meine Schwester sah schon echt super aus. Sie ist so eine Kämpferin. Leider gab es dann Probleme damit, dass der Kleine sich nicht entleeren konnte… Wir dachten uns nicht viel dabei… Doch leider änderte sich das nach zwei Stunden. Er wurde geröngt und untersucht und wir mussten draußen warten. Nur meine Schwester und mein Schwager durften bleiben. Nach langem Warten kam mein Schwager raus und holte uns rein. Meine Schwester saß auf einen Stuhl neben dem Arzt und sagte nur: „Wir lassen unseren Engel gehen, ich will nicht, dass er leidet. Und die ganze Hoffnung schwand in einer Sekunde, die wir so hart in einer Woche aufgebaut hatten. Der Kleine hatte ein Loch im Darm, was seinen ganzen kleinen Körper vergiftete… Auch die Hirnblutung war nun so stark, dass es keine Hoffnung gab. Ich habe meine Schwester nie so gesehen und ich versuchte sie so gut es ging zustützen. Die ganze Familie und Freunde kamen und blieben bis in die Nacht. Wir begleiteten Kilian Hempel zu der Regenbogenbrücke.

 

16.07.2016

Besserung von Kilian

Wow, tolle Neuigkeiten! Kilian ging es so gut, dass er ein paar Medikamente weniger erhielt. Unsere Hoffnung stieg und wir waren alle super drauf. Wir spielten schon mit den Gedanken, wie es sein wird, wenn er nach Hause darf.

 

15.07.2016

Das Tückische wieder mal

Leider geht es Kilian heute gar nicht gut… Er hat zu wenig Blut, da es weiter im Kopf Blutungen gab und er einfach zu viele blaue Flecken für seinen kleinen Körper hat. Darum musste der Kleine tapfer sein und Fremdblut bekommen. Er meisterte auch das wieder, unser kleiner Kämpfer. Dana und mein Schwager waren rund um die Uhr bei dem Kleinen. Familie und Freunde kümmerten sich um Shyla, die Hündin, von den beiden.

 

14.07.2016 

Die ersten drei Tage hat Kilian fast geschafft!

Mal gute Nachrichten! Dem Kleinen ging es soweit gut. Meine Schwester bekam langsam Milch in die Brüste und machte das Ganze einfach perfekt. Ich bin so stolz auf meine Schwester und kann mir keine bessere Mutter für den kleinen Kilian vorstellen. Sie ist so tapfer und versucht, so schnell es geht, nach der harten OP wieder fit zu sein, damit sie die ganze Zeit bei dem kleinen sein kann. Familie und Freunde unterstützten uns, wo Sie konnten und machten die schwere Zeit echt ertragbar.

 

13.07.2016

Die neuen Aufgaben

Von Wildcamping und Reittour auf einmal Tante sein und im Krankenhaus für meine Schwester da sein. Das war ein Schütteltrauma der besonderen Art. Die ganze Familie hielt zusammen, alle waren da und unterstützten, wo sie konnten. Meine Sis und mein Schwager waren nie alleine und konnten sich vertraut mit der Situation machen, Eltern zu sein. Sie machten es großartig und kümmerten sich wie sie konnten um ihren Sohn. Wir versuchten alle Hoffnung zu haben, dass der kleine Kämpfer es schafft. Doch leider wurde uns an dem Tag erklärt, wie es dem Kleinen geht…. Durch die harte Geburt hatte er Blutungen im Gehirn sowie viele blaue Flecken am Körper. Die Ärzte erklärten uns, dass es bei solchen Frühchen sehr schwer zu sagen ist, ob sie es schaffen. Das tückische an der Sache ist, dass es jede Stunde ganz anders aussehen  kann. Wir hofften und versuchten einfach da zu sein.

 

12.07.2016

Der Alptraum

Wir schliefen aus und dann klingelte mein Telefon. Völlig verschlafen drückte ich den Anruf nur weg. Dann sah ich, dass mein Schwager angerufen hat. Ich überlegte kurz und rief ihn zurück. Er war völlig durch den Wind und sagte mir, dass Danas Fruchtblase geplatzt ist auf der Arbeit. 14 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin. Sie ist jetzt im Krankenhaus und es wird gerade ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Es war wie ein böser Traum. Vor zwei Tagen hielt ich meine geliebte Schwester in meinen Armen mit der Hand auf ihr kleines Wunder, was in ihr heranwuchs. Was ist passiert? Es ist viel zu früh, das war klar. Es war die 26ste Schwangerschaftswoche. Ich zitterte am ganzen Körper, ich war in der Nähe von Kassel und musste sofort nach Berlin, das war klar. Meine Mutter kam von der Gassirunde zurück und war genauso überfordert wie ich. So, jetzt hieß es, ruhig zu bleiben, denn sonst würde ich es nicht schaffen, für meine Schwester da zu sein. Also habe ich uns (meiner Mum und mir) sofort ein Bahnticket besorgt. Und es ging schon in einer Stunde los. Es ging alles so schnell, nur das Nötigste gepackt und los. Julia blieb bei dem Freund meiner Mum zurück mit allen Tieren. 6 Stunden dauerte es von der Nachricht bis zur Ankunft bei meiner Schwester. Endlich waren wir dann da. Dana lag im Bett und war noch sehr mitgenommen von der OP. Sie weinte, als sie uns sah. Mein Schwager erzählte uns alles in Ruhe. Der Kleine lebt. Doch waren seine Chancen nicht hoch, dass er die ersten Tage überlebt. Der Tag ging mit sehr schlimmen Gedanken zu Ende. Für mich war klar, ich werde für meine Schwester da sein und bleiben, so lange wie sie mich braucht.

 

11.07.2016

Einfach mal nicht aus dem Bett bewegen!

Jaaa, nach 4 Wochen Tour mussten wir einfach mal Nichts tun *hehe*. Das war toll.

 

10.07.2016

Hotel Mummy

Ooooh, Ausschlafen kann so toll sein und ein bequemes Bett, Dusche, eine Mummy, die einen verwöhnt. Julia und ich waren im Himmel. Mutti machte uns Tee, Kaffee und versorgte uns mit Essen. Auch mit der Ausrüstungspflege unterstützte sie uns, wo sie konnte. Auf dem Plan stand, alles zu waschen, einzukaufen und die Sättel zu pflegen und außerdem uns zu erholen. Abends machten wir es uns bei einem Film gemütlich.

 

09.07.2016     

Endlich angekommen! Die erste geplante Etappe ist geschafft!

Endlich angekommen! Es war so toll alle wieder zusehen. Meine Schwester, so toll, ist schwanger. Ihr Bauch ist so sehr gewachsen, seit unserem letzten Treffen. Auch meine Freundin Jessi hat eine Murmel bekommen. Da wurde mir immer klarer, ich werde Tante. Die Gefühle waren hin- und hergerissen. Pure Freude auf der einen Seite und doch war uns allen klar, dass es nur dieser Tag sein wird. Denn bald sind wir so weit gekommen, dass Besuche oder Treffen einfach nicht mehr möglich sein werden. Vor allem so hochschwanger wie die beiden sind…. Also nutzten wir den Tag, Julia und ich wurden verwöhnt. Pizza essen, Eis essen und Cocktail mit einer leckeren Shisha. Meine Schwester strahlte im ganzen Gesicht. Und uns kamen immer wieder Tränen. Meine Schwester (Dana) ist sehr, sehr wichtig für mich und es ist ein sehr großer Schritt für mich, von ihr wegzugehen. Aber es war Zeit, Dana und mein Schwager gründeten nun ihre eigene kleine Familie und langsam muss ich auf eigenen Beinen stehen und nicht bei jedem Problem Hilfe von ihr erhalten. Der Tag ging zu schnell um und die Verabschiedung viel uns allen sehr schwer.

 

 

In ewiger Erinnerung an den kleinen, tapferen und starken Kämpfer Kilian, der am 12.07.2016 vorzeitig das Licht der Welt erblickte und am 18.07.2016 ins Regenbogenland gezogen ist. *738 Gramm, 32 cm, 23 cm Kopfumfang* Du bist für immer in unseren Herzen!

Neuigkeiten & Spendenaufruf

Hallo ihr Lieben!

Wir sind so gerührt und dankbar dafür, dass ihr unser Abenteuer so toll findet und wir nun schon bei Facebook 328 Abonnenten haben *freu*. Es gibt auch weitere Neuigkeiten unsererseits: Wir sind nun auch bei Instagram vertreten, um euch unser Abenteuer noch bildhafter zu gestalten. Mit Videos möchten wir euch zeigen, was wir Tolles erleben.

Da wir nun nur noch 320 Kilometer nach Frankreich brauchen steht bei uns bald ein Termin mit dem Hufschmied und ein Gesundheitszeugnis für die Pferde an. Auch mussten wir in Frankfurt einiges an neuer Ausrüstung besorgen. Deshalb ist unsere Kasse gerade etwas geplündert. Wenn der ein oder andere 5,00 Euro zum Beispiel übrig hat, würde uns das sehr weiterhelfen. Wir können jede noch so kleine finanzielle Unterstützung gebrauchen.

 

Spendenkonto

Reittour nach Spanien
IBAN: DE35 1005 0000 1066 3224 61
BIC: BELADEBEXXX

02.07. – 09.07.2016 Volle Kraft voraus

08.07.2016

09.07.2016

Das große Wiedersehen

Ohwei war das schön endlich meine (Deborah) Familie wieder zu haben. Der Tag war der pure Wahnsinn. Der Tag war ein Auf und Ab der Gefühle.

 

08.07.2016

Fast geschafft (Start: Retterrode)

Wir haben nur noch etwa 35 km vor uns. Damit wir meine (Debbys) Familie dort antreffen können, müssen wir ohne Zwischenfälle vorankommen. Der Weg war ziemlich abgelegen, aber leider viel Teerstraße. Ein schönes Plätzchen fanden wir in Retterrode in der alten Mühle. Dort bekamen wir von den netten Arztschwestern (von der Tierarztpraxis) Schokolade und Zeckenmittel für Layka, die regelrecht aufgefressen wurde. Ein Teil der Sippe kommt extra aus Berlin, um uns zu sehen und unsere Geschichten zu hören. Auch lernen sie das erste Mal die Pferde kennen. Pascal nimmt also Layki und einen Großteil unseres Gepäcks im Auto mit und wir stoßen dann alle nahe Kassel wieder zusammen. So werden wir es auch schaffen, den Zeitplan einzuhalten.

 

07.07.2016

Die Jugendhilfe half uns auch (Start: Großalmerode)

Wir kommen unserem großen, sehnsüchtig herbeigesehnten Zwischenstopp immer näher!

Laykas Pfötchen machen ihr wieder bzw. immer noch zu schaffen. Die kurzen Stopps und die ständigen Asphaltstraßen beschleunigen nicht gerade den Heilungsprozess. Aber auch hierfür haben wir eine super Lösung gefunden. Hilfsbereite Menschen fahren uns Layka dort hin, wo wir entscheiden Rast zu machen. Danke, liebe Gisela, dass du auf Layka so gut aufgepasst hast und sie uns gebracht hast. So kamen wir heute ziemlich weit und sind in Großalmerode gelandet. Dort wurden wir dann auch gleich zu leckeren Kartoffeln mit Quark eingeladen. Total toll, Patricia ist auch eine Berlinerin und wir verstanden uns gleich super. Wir mussten keine Koppel aufbauen da sie selbst Pferde hat. Auch das Zelt aufbauen sparten wir uns und schliefen in der Reithalle. Vor dem Schlafen schauten wir mit den Jugendlichen bequem Fußball. Morgens dann noch lecker Frühstück verspeist und dann mussten wir auch weiter.

 

06.07.2016

Die Saga Reitschule (Groß Scheen)

Guten Morgen, schöner Tag. Noch schnell schick gemacht und die letzten Kilometer zum Gänse Liesel Platz in Göttingen beritten. Dort erwartete uns Bernd von der HNA Zeitung, um ein Foto von uns zu machen. Die Tiere meisterten den Trubel erstaunlich perfekt. Sie genossen die Aufmerksamkeit und zeigten sich von ihrer besten Seite. Wir bekamen sehr viele Zusprüche. Wir danken auch hier nochmal für die vielen Geldspenden. Nach einer Stunde waren wir dann endlich raus aus der Stadt, es war doch sehr anstrengend. Die vielen Fragen und das Aufpassen auf die Tiere schlauchten sehr. Wir wollten nicht mehr weit reiten und hofften, bald etwas Schönes zu finden. Und wir wurden nach Groß Scheen gelotst. Dort fanden wir Zuflucht bei der Reitschule SAGA. Gisela gab uns eine schöne Wiese, wo die Pferde den heutigen Tag entspannt ausklingen lassen konnten. Wir wurden mit Hawaii-Toast verwöhnt. Auch nahm sich Gisela Zeit, mit uns einen sehr schönen Weg für den nächsten Tag auszuarbeiten.

 

05.07.2016

Das nette Mädel und der riesen Kirschbaum (Bovenden)

Ein wunderbarer Weg baute sich vor uns auf, immer an der Leine lang. So ein schöner Weg bei solch wunderschönem Wetter, besser ging es kaum. Viele Kilometer schafften wir und wurden dann noch zum Abend mit einer schönen abgesperrten Koppel belohnt. Ein nettes Mädel in Bovenden überließ uns ihre Koppel und lud uns ein Kirschen zu sammeln. Sehr, sehr lecker waren sie. Wir genossen den Abend mit Kirschen und waren schon total aufgeregt auf den nächsten Tag.

 

Montag, 04.07.2016

(Northeim) An der Rhume 

Ein sehr schöner Start erwartete uns und wir genossen es, im Wald zu sein. Die Stille und der Duft ließ uns zur Ruhe kommen. Heute war uns klar, wir wollten ein wenig Ruhe haben und für uns sein. So schön es auch immer ist, bei solchen netten Leuten unterzukommen, brauchen wir auch mal einen Tag für uns, wo wir nicht die ganze Geschichte erzählen sollen^^. Und  siehe da, da fanden wir dieses Plätzchen mitten in Northeim an der Rhume. Ja genau, mitten in der Stadt *hehe*. Dort war eine große ungemähte Wiese, super saftig und die Pferde fingen sofort an zu grasen. Also haben wir dort unser Lager aufgebaut. Die Leute staunten nicht schlecht und warfen uns fragende Blicke zu. Wir genossen den Sonnenuntergang und schliefen super nach unseren selbst gemachten Tacos.

 

Sonntag, 03.07.2016    

Im altem Amt (Kalefeld) 

Wir haben gut ausgeschlafen und wieder ein leckeres Frühstück mit der Familie Weidner gehabt. Im leichten Regen ging es vollgepackt los. Die erste Strecke kannten wir ja nun durch den gestrigen Tag, darum ging es zügig voran. Leider wurde der Weg immer bescheidener, bis wir auf der Bundesstraße landeten. Es war sehr anstrengend und wir liefen sehr viel. Völlig fertig wollten wir endlich ankommen. Da überholte uns ein roter Pkw und fragte uns, wohin unsere Reise gehen soll und nach kurzem Hin und Her quartierten wir uns bei Johannes ein. Dadurch, dass wir sehr früh los sind, hatten wir noch den halben Tag. Bernd, von der HNA Zeitung, besuchte uns. Wir saßen mit ihm schön in der Sonne, neben unserem Zelt und er interviewte uns. Er war sehr daran interessiert, wie und warum wir das Ganze machen.

Johannes machte uns ein außergewöhnliches Abendessen, was sehr lecker war. Auch zeigte er uns den Weg durch einen schönen Wald für den nächsten Tag. Am Morgen dann überraschte er uns mit Frühstück.

 

Samstag, 02.07.2016

Der schöne Start mit Begleitung und dann…  (Seesen)

Frisch gestärkt ging es mit Simone und ihrer riesen Schwarzwälder Stute weiter. Sie führte uns sehr gut durch Seesen durch und es machte uns großen Spaß, eine Begleitung dabei zu haben. Endlich aus der Stadt raus merkte Julia, dass Rehatyno lahmte. Die Folgen von dem ersten Hufschmied waren fatal, sodass das Eisen nicht mehr hielt und verrutschte. Wir waren gezwungen stehen zu bleiben und wir waren echt verzweifelt . „Was nun, wohin?“  Simone half uns mit einer schnellen Idee weiter. Sie rief ihren Vater an und er kam sofort vorbei mit einem Pferdeanhänger und holte Rehatyno und Terry ab. Die Idee war es, uns vorerst bei Simones Reitlehrerin unterzubringen. Dort angekommen dann aber die Realität – unsere Pferde sollten dort in einer Box bleiben, was überhaupt nicht ging. Unsere Pferde sind einfach keine Boxen mehr gewohnt und fühlten sich dort echt unwohl. Der Vater sah das sofort und überlegte nicht lange: ,,Ihr kommt wieder zu uns, unser Hufschmied wird bestimmt helfen“! Simone und ich (Deborah) ritten wieder zurück zu unserem gestrigen Lagerplatz.

Und siehe da, der Hufschmied war in einer halben Stunde da. Ohne langes Zögern machte er uns die vorderen Hufe neu. Die Bezahlung war eine Umarmung. Wir waren richtig glücklich, dass wir solch eine Hilfe bekommen haben. Mit Simone war der Ritt echt spannend und ich (Deborah) bewundere Sie sehr, dass sie so gut mit so einem riesen Pferd klar kommt. Der pure Wahnsinn. Auf einen neuen Morgen.

27.06 – 01.07.2016 … ja es kann auch anstrengend sein…

01.07.2016

Freitag, weiter als gedacht! Aber Nerven liegen noch immer blank!

Es ist genauso anstrengend wie Donnerstag, aber nach dieser kurzen Zeit ist unsere Ausdauer schon wieder viel besser. Der Weg war nicht so, wie erwartet – anscheinend haben wir den Wanderweg verpasst. Es ging dann an der Bundesstraße lang, was nicht so berauschend war aber naja. Es ist wichtig, positiv zu denken. Es zahlt sich aus: wie es der Zufall so wollte haben wir wieder eine richtig tolle Unterkunft gefunden. Die Pferde haben eine saftige Wiese zum Abgrasen und wir haben einen schönen Platz für unser Zelt gefunden. Heute haben wir uns Essen bestellt – einmal im Monat gönnen wir uns das. Nach dem Aufstehen wurden wir prompt zum Frühstück eingeladen.

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Das Negative ist zum Glück vergänglich…

Am Abend dann endlich wieder etwas Positives: Petra riet uns, nach Nauen zu Annes Bauerncafé zu reiten oder zu laufen. Das taten wir und wir wurden herzlich aufgenommen. Wir durften die super schöne Ferienwohnung beziehen. Die Pferde bekamen eine riesengroße Weide für sich. Total lieb. Abends machte uns Brando wieder einen Strich durch die Rechnung. Er schlüpft uns immer unter dem Zaun durch – so ein Rabauke. Wir dachten, wir hätten endlich etwas Ruhe, da der Zaun der Weide mit Strom ausgestattet ist. Aber Pusteblume… Augen zu und durch, scheint er sich gedacht zu haben – man man man. Seit 3 Wochen machen wir das nun schon mit. Eigentlich haut er ja nicht gänzlich ab, aber es ist echt gefährlich, wenn wir in der Nähe einer Straße sind. Darum mussten wir was tun. Mit Wasser anspritzen, wenn er es versucht, hält ihn nicht ab, Strom auch nicht und zwei Zäune jucken ihn auch nicht. Darum mussten wir eine Idee entwickeln: Wir machten ihn am Kopf und Hals nass. Und zack versuchte er es nochmals, obwohl wir da waren. Aber diesmal hat er den Strom ordentlich gespürt. Und siehe da: Morgens stand er noch artig in der Koppel, wo wir ihn abgestellt hatten. Mal schauen, ob er unseren Zaun nun in Ruhe lässt, da er immer testet, ob Strom drauf ist. Ja, unser Brando, der Opa in unserer Truppe ist wieder jung geworden. Wir hatten anfänglich Bedenken, dass er die Tour nicht schafft. Er lässt die beiden anderen Pferde aber kaum schlafen und uns auch nicht. Manche meinten, er sei zu alt für die Tour – mittlerweile denken wir: es ist genau das Richtige für ihn!

 

Donnerstag: Die Nerven liegen blank!

Ich möchte mich ja kaum äußern zu diesem Tag: Er war anstrengend, blöd und einfach doof! Aber solche Tage muss es auch geben. Aber auch solche Tage haben ihre Bedeutung, wenn man diese meist auch erst viel später erkennt. Layki wollte einfach nicht ruhig im Wagen liegen bleiben, weil dieser durch den unebenen Boden so wackelte. Die Wege waren einfach kaum dafür gemacht, den Wagen zu ziehen. 30 Kilogramm Gewicht bergauf und bergab ziehen ist gar nicht so einfach. Julia führte dann alle drei Pferde und wir hatten zwischenzeitlich den Wagen mit Layka ans Pferd gebunden. Trotzdem musste ich aber die ganze Zeit mit festhalten und bremsen, wenn es bergab ging. Naja, gut. Weil wir so erschöpft waren haben wir uns dann schon einige Male angezickt. Wir sind da aber beide nicht nachtragend und so sind die Zickereien schnell wieder vergessen.

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Mittwoch, das schlimme Erwachen

Gestern humpelte Layka ja schon ein wenig, aber jetzt konnte sie kaum noch auftreten. Die Asphaltböden müssen zwei Tage zuvor zu warm gewesen sein. Also wieder eine
Zwangspause einlegen. Wir können uns darüber aber absolut nich beklagen. Vorzügliches Essen genießen, spannenden Geschichten lauschen und dann noch in richtigen Betten schlafen. Doch auch nach der Schonung lief Layka nicht wirklich besser und wir  machten uns Sorgen. Da wir in Göttingen erwartet werden, hatten wir nun also auch noch etwas Zeitdruck. Was uns in Göttingen erwartet erfahrt ihr ganz bald. Es ist eine Überraschung. Also musste eine Lösung her und wir fanden sie in einem Bollerwagen. Nun laufen wir seit zwei Tagen, damit Layka im Bollerwagen ihre Pfötchen schonen kann. Hier ist es nun schon merklich bergig. Das ist ganz schön anstrengend, puh.

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Dienstag, die wunderschönen Waldwege, die dann im Nichts enden…

Ja, es ist echt mega fies, wenn du zwei Stunden reitest und dann der Weg einfach aufhört. Du kannst nichts tun als umzukehren. Also haben wir uns entschlossen, früher als angedacht Rast zu machen, da Layka dann auch anfing zu humpeln – also war das nächstgelegene Ziel Sehlde. Wir müssen echt wieder fertig ausgesehen haben, denn ein älterer Herr winkte uns wortlos auf seinen Hof der zu seinem Nachbarn, Herrn Lange, führte. Dieser blickte uns freudestrahlend an und meinte sofort, dass wir bleiben können. Er müsse nur schnell seine Pferde von der Koppel holen. Wir machten in der Zeit unsere Pferde fertig und bekamen Tee und Kekse von Frau Lange. Sie umsorgte uns so unglaublich herzlich und wir fühlten uns sofort wieder wie daheim. Sie machte uns ein Zimmer fertig und kochte uns allen leckeres Essen. Nach einer lehrreichen Geschichtsstunde von Herrn Lange schliefen wir glücklich ein. Eine große Bereicherung für unser Leben: ältere Menschen mit ihrem großen Wissensschatz.

 

Montag, der Tag an dem wir im Schloss ankamen

Familie Voigt hat uns extra eine Karte mit dem Weg ausgedruckt, damit wir für unsere Tiere bessere Wege finden können. Sie sind dort in der Gegend leider nicht so gut. Außerdem rieten sie uns zum Schloss Oelber zu reiten. Das taten wir dann auch. Der Weg durch den Wald war wunderschön. Es ist nur nicht so leicht, sich dort zurecht zu finden. Am Ende haben wir es dann trotzdem geschafft. Zur Mittagspause kam der Eiswagen wie gerufen. Die Baronin des Schlosses nahm uns auf. Sie war sehr freundlich und das Schloss war echt mega schön anzusehen. Ein super leckeres Essen und ganz kuschelige alte Betten erwarteten uns. Wir schliefen wie Prinzessinnen.

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Hey meine Freunde! Ihr wollt wissen, was wir so gemacht haben. Ich sag nur, unsere Nerven wurden aufs Übelste strapaziert…

Sonntag ging es endlich weiter – mit neuen Eisen für das Pferdetrio: also „let´s go“!

Oft werden wir gefragt, wie wir unsere Wege planen. Naja, morgens wird geschaut, welcher coole Name auf der
Landkarte in Richtung unseres Ziels uns ins Auge blickt und was uns auf unserem Weg so geraten wird.
Und: Bisher ging es immer gut. Nur heute ging das nicht so auf.

Lengede sollte es werden. Dort sollten sehr schöne Teiche sein. Teich ist aber nicht gleich Teich, wie wir feststellen mussten. In diesem Fall war es eher Sumpf mit Schilf. Wir reiten also dort vorsichtig entlang bis Rehatyno auf einmal bis zum Bauch einsank und versuchte, sich weiter zu kämpfen. Es war echt der pure Horror in dem Moment. Als ich von Brando springen wollte, um Julia zu helfen, brach Brando ein und bekam Panik. Er rannte erst in die falsche Richtung – noch tiefer in den Sumpf… Ich war noch auf seinem Rücken und wir blieben zum Glück an einem Baum hängen. Doch dann hing seine Trense am Baum. Sie war schon halb abgerutscht – wirklich heftig. Ich war voll in Panik, was sollte ich tun? Julia kämpfte alleine, darum musste ich es auch allein schaffen. Ich sammelte mich kurz und dachte an den Reitunterricht von Pascal, den ich vor ein paar Tagen kostenlos erhielt. Schenkelarbeit war jetzt die einzige Lösung. Und es klappte: Brando vertraute mir, dass ich ihm den richtigen Weg zeige. Wir schafften es dort raus. Nun waren wir richtig fertig nach dieser nervenaufreibenden Aktion und hatten auch schon gute 25 Kilometer hinter uns gebracht. Wir wollten endlich ankommen, uns niederlassen, zur Ruhe kommen. Dann kam uns Herbert entgegen, der uns zuvor bereits per Facebook angeschrieben hatte und zum Essen eingeladen hatte. Er hatte sich schon gewundert, warum wir uns nicht melden.

Die große Enttäuschung in Lengede mit den „Teichen“, dann ein Dorf fast ausschließlich mit Industriebauten und ohne Wiesen brachte uns schlussendlich fix und fertig und noch immer mit Schock in den Knochen nach Bodenstedt. Familie Voigt schaute gerade Fußball. In der Halbzeit standen sie mit ihrer Enkeltochter und ihrem Hund vor ihrem Hof. Ich sag mal so: Sie warteten regelrecht auf uns und sie sahen uns unsere Not sofort an. Ohne langes Gerede fassten sie schnellen Entschluss und winkten uns auf ihren Hof. Wir bauten die Koppel gerade auf, als Martina uns leckeren Kuchen und Kaffee brachte – das war soooo toll. Frisch gestärkt durften wir die leerstehende Wohnung beziehen – voll toll – jeder bekam ein eigenes Bett. Herbert war so lieb und holte uns Pizza zum Abendessen. Jetzt aber ab ins Bett. Für morgen ist die Pflege unserer Ausrüstung geplant und weiter vorankommen.

24.06 – 26.06.16 die Hufeisen, was sonst…

25.06.2016

So weit sind wir nach dem Ruhetag leider nicht gekommen, nur etwa 10 Kilometer. Die Hufeisen waren schuld, was sonst. Wir sitzen jetzt in Thune bei Braunschweig fest, da wieder 2 Eisen abgegangen sind und wir so nicht weiter kommen. Doch der unermüdliche Hufschmied kommt extra zu uns. Er sponsert uns die kompletten Anfahrtskosten, was uns extrem zu Gute kommt. Trotzdem fehlt uns echt gerade das Geld durch den teuren Packsattel. Wir werden oft gefragt, wie man uns helfen kann – derzeit wirklich am besten mit einer Geldspende. Das Spendenkonto findet ihr auf der Startseite.

Wie die Leute geguckt haben: Wir hatten mitten in Braunschweig einfach unser Lager aufgebaut und dann kam noch der Hufschmied – ein echter Hingucker das Ganze.

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21.06 – 23.06.16 Unterkunft im „5 Sterne Hotel“

21.06.2016

Durch meinen Schwager Alex und seinem Kollegen Max haben wir bei Familie Bösche eine mega coole Unterkunft bekommen. Sie haben uns so unglaublich herzlich aufgenommen, uns ein Zimmer zur Verfügung gestellt,  für unsere 3 Kolosse eine mega große Wiese vom Nachbarn organisiert und uns Dusche und Waschmaschine benutzen lassen. Wir haben uns sofort wie daheim gefühlt und beschlossen, einfach einen Tag länger als geplant Rast zu machen. Gemeinsames Essen, Lachen, die Erholung und ausgiebiges Reden über das Geschehene und noch Bevorstehende ließen die Zeit dennoch wie im Fluge vergehen. Unser Abenteuer hat uns bisher zu so vielen unglaublich freundlichen und aufgeschlossenen Menschen geführt, dass wir es nicht einen Tag bereuen, so viel hinter uns gelassen zu haben. Vielen Dank an die tolle Familie Bösche (und an Max) an dieser Stelle nochmal!

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Startschuss 13.06.2016 – 20.06.2016

20.06.2016

20.06.2016

Der beste Tag der Woche!

Heute ging es zum Bernsteinsee und wir haben das erste mal das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wir verbessern uns täglich und bemerken diese deutlichen Verbesserungen schon nach der ersten Woche. Auch das Zusammenpacken morgens wird immer besser und schneller. Der Weg war himmlisch, entlang an Waldwegen und dann noch eine lange Strecke am Kanal entlang. Wir schafften 15 km, die Freude war riesig. Und der absolute Wahnsinn: wir empfingen WLAN. Es war einfach nur toll, alles lief perfekt.

Nun gehen wir schnell schlafen, denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag. Layka schläft schon und ist fix und fertig. Die Pferde sind auf einer tollen Wiese, wo sie entspannen können und wir sind in einem Stall untergekommen. Morgen werden wir nicht ganz so weit vorankommen, weil wir unsere Vorräte auffüllen müssen.

 

19.06.2016

Endlich geht es weiter, jipii!

Soo, wir sind absolut glücklich. Der Packsattel sieht genial aus! Wackelt nicht, rutscht nicht und Rehatyno sieht wieder super aus. Endlich geht es los. Toller Weg, Wetter naja, aber wir alle sind wieder hoch motiviert. Thomas hat uns den besten Weg zum Vorankommen beschrieben und so kamen wir an den Elbe-Seitenkanal. Alles lief super und wir kamen auch wie gedacht gut voran. Wir landeten in Vorhop, wo wir bei Susanne vorbeikamen, die uns bei ihrer Freundin unterbrachte. Susanne hat uns für Terri einen nagelneuen Bauchgurt gesponsert. Ganz lieben Dank Dir! Nadine nahm uns super lieb bei sich und ihren Kindern auf. Ich war durch die  letzten Tage mit nur 4 Stunden Schlaf echt k.o. und schlief gleich ein.

 

15.06 – 19.06.2016

Ungewollter Stop!

Am nächsten Morgen der Schock: Rehatyno machte einen ziemlich bedrückten Eindruck. Er sah nicht wirklich glücklich aus. Auch hat er durch seinem mega-Sprint am ersten Tag ordentlich an Gewicht verloren. Julia sah dann, dass dieses blöde Gestell und der doofe Sattel leichte Druckstellen hinterlassen haben. Wir konnten so auf keinen Fall weiter reiten und brauchten ein Lösung. Thomas und Ulrike, meinten, wir können solange bleiben, wie wir wollen. Dann brachte uns Pascal die Lösung. Er fand im Internet einen jugoslawischen Militärsattel. Der Preis war okay, aber er befand sich 400 km entfernt von uns. Wir können auch an dieser Stelle wieder nur Danke sagen. Pascal sponserte uns die Fahrt mit seinem Auto und seiner Freizeit dort hin und er verlangte kein Geld dafür. Er und ich (Debby) fuhren am Nachmittag los. Julia blieb bei den Pferden, hielt die Stellung und fütterte Rehatyno ordentlich voll. Um 05:00 Uhr morgens am nächsten Tag waren wir zurück. Das Ganze hielt uns natürlich ordentlich auf und auch unser Notgroschen ist dadurch aufgebraucht. Wer also ein bisschen Geld übrig hat und uns unterstützen möchte, kann dies gern über unser Spendenkonto tun. Wir freuen uns wirklich über jede noch so kleine Spende.

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15.06.2016

Morgens wurden wir von Dorothea zu einem überragenden Frühstück eingeladen. Es war unbeschreiblich lecker! Dann bot sich Erich noch an, uns durch den Wald zu führen.

Kaum waren wir los geritten, fing es allerdings ziemlich doll an zu regnen. Nach nur zwei Stunden des Vorankommens ging es mit den Packgestell nicht mehr so, wie wir es wollten. Das Ding war ja von Anfang an nicht so prickelnd. Da haben wir uns echt ein blödes Ding zusammengeschustert. Ganze 2 Stunden gingen uns somit immer verloren, wenn wir das Gestell be- oder entladen haben.

Unser eigentliches Tagesziel vom 13.06.2016 erreichten wir völlig fertig am 15.06.16. WITTINGEN! Dort sollten wir bei Bekannten von einem Freund abgeholt werden, was leider nicht so klappte und wir standen mit drei Pferden und einem Hund mitten in der Stadt. Wohin jetzt? Wir hörten dann auf Julias Bauchgefühl und ritten weiter in die Richtung eines Vorortes von Wittingen. Eine riesige Wiese mit Unterstand für die Pferde stach uns dann ins Auge. Und wir durften uns dort wirklich niederlassen. Thomas & Ulrike nahmen uns sehr freundlich auf, gaben unseren Pferden Müsli und erlaubten uns bei ihnen zu duschen. Die Freude war unvorstellbar groß! Ulrike war von unserem Plan hin und weg. Da sie auch so „Pferdenarr“ ist wie wir, erzählte sie uns von dem, was sie so weiß vor hat. Außerdem schenkte sie uns ein Buch von einem Mann, der die Welt mit nur zwei Pferden umrundete.Das Buch ist total spannend und es gibt unglaublich viele Parallelen. Sooo, jetzt aber ab ins Bett.

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14.06.2016

Guten Morgen lieber Tag!

Nach so einem Schock kann es nur besser werden. Und zum Glück haben wir ein paar Helferlein dabei gegen unsere und die Wehwehchen der Tiere. Magnesium Chlorid auf die Gelenke, Breitwegerich und Kokosöl auf die Schürfwunden und schon ging es dem großen wieder richtig gut und Julia war begeistert. Sie glaubte mir zwar immer, was ich davon erzählt habe, aber das noch mal live zu sehen ist etwas anderes. Also ging es weiter ohne einem festen Ziel vor Augen, da wir der Meinung waren, wenn alle zu kaputt von den Strapazen sind, dann kommen wir nur so weit wie es geht. Wir kamen bis nach Markau. Der Tag war nicht so toll, da wir dieses mal auch nicht viel voran kamen und auch alle ziemlich fertig waren von dem vorangegangenen Tag. Es führten dann noch zwei vielversprechende Waldwege irgendwann einfach nicht mehr weiter, sondern endeten im Feld. Am Abend dann aber die Belohnung für das Durchhalten und optimistisch bleiben. Erich & Dorothea nahmen uns auf. Dorothea war völlig aus dem Häuschen, sie meinte, sie habe schon so lange darauf gewartet, dass endlich Wanderreiter an ihrem Haus vorbeikommen. Also wurden wir super lieb aufgenommen und sie halfen uns, wo sie konnten. Die Pferde bekamen eine riesen Wiese, wo sich alle sehr wohlfühlten.

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13.06.2016

Was für ein Start: Regen! Aber halb so schlimm, wir sind ja gut ausgerüstet. Wir sind auch echt gut voran gekommen, obwohl der Weg nicht so toll war und hauptsächlich aus Bundesstraßen, also Asphalt, bestand. Nach ca. 2 Stunden passierte uns ein mega großes Disaster… Julia, die Rehatyno am Strick führte, verlor den Strick aus der Hand, weil Terri sich drehte (sie ist so von ihrer Polo-Karriere gewöhnt, sich auf der Stelle zu drehen). Ich war leider in dem Moment mit Layka abgelenkt gewesen. Rehatyno bekam unsere Panik mit und war dadurch total verunsichert. Und los ging er im Renn-Trab in die Richtung von wo wir kamen, mitten auf der Landstraße, auwei! Dann fiel (zum Glück) das ganze Gestell mit Gepäck nach etwa 200 Metern herunter. Dadurch erschreckte sich Rehatyno aber noch mehr und düste voll los. Ich bin dann schnell von Brando runtergestiegen, half Julia schnell das Gepäck von Terri abzuladen und dann hieß, ihm nach.

Brando, Layka, Ich (Debby) und das Gepäck warteten also mitten auf einer Wiese und Julia ritt im Galopp hinter Rehatyno her. Für mich hieß es, den völlig nervösen Brando zu beruhigen und ihn daran zu hindern, seiner Herde hinterher zu rennen. Ich machte mir große Sorgen, ich konnte ja einfach nur abwarten.

Auch hier muss ich wieder einmal erwähnen, was für tolle Menschen wir in der Gegend, wo wir gestartet sind, kennengelernt haben. Danke noch mal ihr Lieben. Pascal, der uns schon sehr viel geholfen hat mit den Sätteln und den Pads (seine Familie hat viel Erfahrung mit Westernsättel und Wanderritte) kam schnell und konnte Brando und mich beruhigen. Er half mir auch, alles wieder einzusammeln. Endlich, nach gefühlten 10 Stunden kam der Anruf von Julia, dass sie Rehatyno einfangen konnte. Er war völlig fertig und hatte (zum Glück) nur ein paar Schürfwunden. Unser Tagesziel war durch den Vorfall in weite Ferne gerückt. Aber das war nicht schlimm, das Wohl der Tiere ist uns natürlich wichtiger. Also haben wir unser erstes Lager in Gielau aufgeschlagen. Wir durften uns von einer sehr netten Familie soviel Wasser holen, wie wir brauchten. Der Schock wurde verdaut, die Schürfwunden versorgt. Der auf das Wohl der Tiere bedachte Hufschmied kam zu uns und machte das Hufeisen, was Rehatyno beim Losrennen verloren hatte, wieder dran. Dann waren wir auch fix und fertig, gingen schlafen und hofften, dass Rehatyno am nächsten Morgen nicht lahmen oder andere Beschwerden bekommen würde.

 

Hey liebe Leute, sorry das wir uns so lange nicht gemeldet haben….   wir hatten leider nicht so gute Internetverbindung, um täglich berichten zu können. Deswegen ein langes Update heute.

 

Niedersachsen vom 02.06.16 – Start

07.06.2016

Hallo Leute,

uns geht es super nach einer Menge Chaos. Darum halte ich euch jetzt erst auf dem Laufenden. Leider wurden wir ziemlich hintergangen von jemandem, der meinte, dass er sich super auskennt mit Pferden und einer solchen Tour. Das war aber nicht der Fall. Darum stecken wir immer noch in Niedersachsen fest. Aber halb so schlimm, es ist trotzdem super schön hier.

Unsere Ausrüstung ist durch besagten Mann leider absolut mangelhaft, weswegen wir nun den Starttermin verschieben müssen. Es ist jetzt erst einmal wichtig, eine geeignete Ausrüstung zu bekommen. Jetzt heißt es, das Geschehene zu verdauen und nach vorne zu schauen. Dass es nicht einfach wird, wussten wir ja von Anfang an.

Was alles passiert ist:

Der vom besagten Mann beauftragte Hufschmied hat schreckliche Arbeit geleistet…
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Der unter der Rubrik „Sponsoren“ erwähnte Hufschmied musste spontan kommen und das retten, was zu retten war…

Dann hatten wir mega schlechte Sattelpads bekommen, mit denen wir nicht los reiten konnten.
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…und dann noch ein nicht fertiges Packtaschengestell…

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Spendenkonto

Reittour nach Spanien
IBAN: DE35 1005 0000 1066 3224 61
BIC: BELADEBEXXX